Tag #26-30
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Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir die Grenze zu Kambodscha. Wir verabschieden uns vom Vietnam, der uns die letzten Wochen ein guter Gastgeber war, fuellen die Visa aus, alles unkompliziert. Kambodschas Landschaft entspringt einem Bilderbuch. Gruene Reisfelder, flach, ab und an ein paar Palmen. In der Hauptstadt Phnom Penh steigen wir um. Ich wuerde hier gern mehr Zeit verbringen doch die selbige wird knapp. Nach gut 14 Stunden im Bus erreichen wir Siem Reab im Norden Kambodschas, eine Stadt deren Existenz wohl auf das nur 15 Minuten entfernte Angkor zurueck zu fuehren ist. Im Bus lernen wir die zwei Deutschen Lilli und Tina kennen, die zuvor very low Budget Laos und den Vietnam bereist haben. Wir gehen gemeinsam Abendessen, engagieren unseren Fahrer Tim Tim und legen uns erschoepft zu Bett.
Aufbruch nach Angkor, der groeszten Tempelstadt der Welt. Erbaut so Neunhundert- bis Fuenfzehnhundertirgendwas, Zentrum der Khmer etc., ich spiel jetzt nicht das Gescheitloch, wens interessiert soll hier weiterlesen. Der Morgen ist verregnet und so gehen wir ausgiebig Fruehstuecken. Blick auf Angkor Wat inklusive. Matthias laesst sich fuer 12 Doller einen Fuehrer andrehen. Ich bekomm nach 5 Minuten den gleichen fuer 2 Dollar angeboten. Endlich bessert sich das Wetter und wir tauchen in die 200 km² grosze Khmerhauptstadt ein. Die wichtigsten und imposantesten Tempel Angkor Wat und Angkor Thom werden zuerst besucht. Besonders erfreulich: kein Sicherheistpersonal, keine erhobenen Zeitefinger. Kraxln und klettern kein Problem. Die naechsten Stunden werden dutzende weitere Tempel besichtig und wie es langsam zu daemmern beginnt, sind wir froh, uns nur ein Eintagesticket besorgt zu haben, denn so imposant und beeindruckend das Ganze auch ist.. uns haengen die Tempel und Pagoden beim Hals herraus.
Wir gehen wieder mit den zwei Deutschen sowie zwei netten Zeitgenossen aus Brasilien Indisch essen und anschlieszend ausgiebig trinken. Da wir unseren Bus Richtung Bangkok um einen Tag auf den naechsten Morgen vorverlegt haben, bitten wir im Hotel, uns rechtzeitig zu wecken. Das tun sie allerdings nicht und statt einem Hotelangestellten klopft der Busfahrer um viertel acht an unsere Zimmertuer. Fuenf Minuten spaeter sitzen wir im Bus, damisch, frage nicht. Der Bus ist sehr unbequehm und nach ca. 4 Stunden sind wir an der thailaendischen Grenze. Nach zwei Stunden Buerokratie stehen sind wir wieder auf thaihlaendischem Boden und durften unsere Premiere im Zufusz-ueber-die-Grenze-gehen feiern. Das Anfang des Monats noch so aufregende Thailand macht ploetzlich einen vertrauten und beachtlich westlichen Eindruck. Auf der Autobahn fahren wir mit ueber hundert und somit doppelt so schnell wie im Vietnam.
Zuerueck in Bangkok verbringen wir den Tag anfaenglich im Zoo. Affen scheitern mit einer an uns gerichteten Urinier-Attacke, Giraffen lieben sich aber Frau Giraffe will doch nicht. Nachmittags den weltgroeszten Buddah besucht und am Abend noch gut 2000 Baht am riesigen Nachtbazar auf den Schaedl gahaut. Um den Abend ausklingen zu lassen wollen wir mit den Tuktuk in den, vom Lonely Planet empfohlenen, Luziferclub. Natuerlich bring man uns ganz wo anders hin und wir steigen im Spicyclub aus, in dem sich europaeische Touristen und Prosituierte puklikumstechnisch die Waage halten. Doch besonders spektakulaer ist das Service auf der Toilette. Wahrend Mann sein Geschaeft verrichtet, werden ihm Genick eingerenkt und massiert um fuer die weiter Nacht in bester Verfassung zu sein.
Heute morgen mit gewaschenem Kater aber optimal entspanntem Genick aufgewacht. Den heutigen Tag mit sehr viel nix tun verbracht. Zu Mittag gabs viel zu scharfes Curry, Abendessen mit Lilli und Tina, nachher zwei Muchitos und jetzt zwei Stunden tot schlagen, dann Flughafen, dann Heim!
An der Stelle eine Danke an alle ueberschaubaren aber treuen Leser, die und von Zuhause aus auf unserer, und da kann ich im Namen aller Beteiligeten sprechen, sehr gelungen Reise begleitet haben. Bis auf bald!
-uli
Lieber Ulrich & Freunde,
was für eine tolle Reise und was für ein gelungener Reisebericht! Sehr informativ, gut geschrieben, feine Bilder. Und: Ich konnte ziemlich weit verreisen, ohne mich im mindesten anzustrengen – diese Kombination aus hoher Temperatur & Luftfeuchtigkeit, verwegenen Routen und abenteuerlicher Verpflegung/Unterkunft wuerde ich mir live nicht (mehr) antun. Danke also fuer’s “Mitnehmen”!
Bis bald daheim! Besuch uns mal wieder! lg Viktoria
Hallo Viktoria!
Danke vielmals für die netten Zeilen! So eine Honorierung ist eine mehr als ausreichende Entlohnung für eine lebende Schreibblockade wie mich.
Werd mich eurem Kaffeekränzchen Donnerstag Nachmittag anschließend!
Bis bald
-uli
Hallo Ulrich!
Wirklich ein gelungener Reisebericht!
Scheon, euch beide getroffen zu haben und wirklich schade, dass ihr in Bangkok nicht mehr in der Roof Top Bar aufgetaucht seid.
Aber vielleicht klappts ja mit dem Kaffee im November
Viele Gruesse aus (wieder) Deutschland,
Lilli
Hallo Lilli!
Danke vielmals! Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich serwohl – wenn auch verspätet – in der Rooftop-Bar aufgekreuzt bin, euch aber nicht mehr gefunden habe.
Aber meine Kontakte hast du ja, ein Kaffee sollte in Wien schon drin sein.
Liebe Grüße
-uli