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Tag #22-25

September 27th, 2009

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Kaum zu glauben, aber die Anzahl der Mopeds pro Quadratmeter kann gemessen an unseren bisherigen Erfahrungen, wie es Saigon beweist, noch gesteigert werden! Die Stadt ist riesig, eine Stunde fahren wir von der Ortstafen bis ins Zentrum. Es ist nach zehn, die Straszen sind voll, fuer Vietnam eine Ausnahme. Unser, im Reisefuehrer ausgewaehltes Hotel hat keine Betten mehr frei, aber, oh Wunder, das Hotel visavis hat noch Zimmer frei, dafuer teuer. Wir sind muede, die Rucksaecke sind durch eure Mitbringsel schwer geworden und so handeln wir auf 21$ die Nacht runter und checken ein. Wir gehen in ein italienisches, von Mafiosis geleitetem, Restaurant essen. Die Pizza ist vorzueglich, Matthias und Kosty bekommen die Kinderportion weil lost in translation.

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Den naechsten Tag verbringen die beiden anderen in einem der Tunnelsystemen bei Cu Chi, mit denen die Vietnamesen sowohl die Franzosen als auch die Amerikaner in Verzweiflung bzw. Kapitulation getrieben haben. Ich verbringe den Tag in Saigon, um die wichtigisten Sehenswuerdigkeiten abzuarbeiten. Nach dem Ben Tham Market, dem Reunification Palace und dem Museum der schoenen Kuenste, dass punkto Langeweile seines Gleichen sucht, besuche ich das Museum der Chinesischen und Amerikanischen Kriegsverbrechen, welches sich auf die Ausstellung von Agent-Orange Opfern und deren Nachkommen konzentriert. Nach der zum Teil sehr schwerer Kost genehmige ich mir das Mittagessen bei KFC, der einzigen Amerikanischen Fastfoodkette, die es bis Sued-Ost Asien geschaft hat.

Am naechsten Morgen brechen wir bereits zeitig Richtung Mekong-Delta auf. Wir haben eine zwei taegige Tour gebucht. Nach einer viel zu langen Fahrt in einem viel zu kleinen Bus erreichen wir einen der unzaehligen Muendungsarme des Mekongs um dort eine Bootsfahrt zu machen. Wir lernen zwei lustige Israelis, einen Deutschen und einen Hollaeder kennen, die vom verlauf der Tour aehnlich entmutigt sind. Nach weiteren zwei Stunden im Bus erreichen wir unser Quartier in Form eines heruntergekommenen Hotels. Der naechste Tag wird kaum besser. Ankunft am hoch angepriesenen Floating Market = Eintritt der Ernuechterung. Unser Boot faehrt weitere 90 Minuten Flussaufwaerts, um dort einen zweiten Markt zu umrunden und uns wieder an unseren Ausgangspunkt zurueck zu bringen. Danach wieder gefuehlte 42 Stunden im Bus und zurueck nach Saigon. Der Nettoanteil der Tour liegt bei ca. 3 Stunden. Wir sind und einig, dass sie die bisher enttaeuschentsde war. In Saigon besuchen wir mit Jonathan und Roie unseren Lieblingsitaliener, essen dort und verbringen damit unsere letzte Nacht im Vietnam. Meine Stimmung ist hinsichlich der morgigen 14-Stunden Busfahrt nach Siem Riep ein wenig angeschlagen. Am spaeteren Abend freudiges Wiedersehen mit Willy, unserem Kanadischen Fansipan-Bezwinger. Ich trinke viel Bier und andere boese Sachen um mich fuer den naechsten Bustag ausreichend zu ramponieren.
Naechster Morgen 6h, Abschied von Kosty, der sich Richtung Heimat aufmacht, Fruehstueck bestehen aus schwarzem Kaffee und Craven “A” und dann ab nach Kambodscha. Im naechsten Beitrag wird noch langweiliger. Tempel only.
-uli

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