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Tag #10-13

September 15th, 2009

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Phan Xi PanAnkunft in Lào Cai, der Genzstadt im Norden Vietnams, um 5h morgens. Bis zu unserem Ziel Sapa sind es rund 20km. Wir geben dem aufdringlichsten Taxifahrer den Zuschlag und checken so eine knappe Stunde spaeter im Pinocchio Hostel ein. Erster Eindruck von Sa Pa: sehr kuehl (mit heiszen Fruehsommertagen in Wien vergleichbar), sehr gruen und ruhig. Wir lernen den Kanadier Guillaume kennen, der von der Idee, den Fansipan (mit 3.143m der hoechste Berg Vietnams) zu besteigen, besessen ist. Kosty ist begeistert und sagt sofort zu, Matthias und ich schlagen das Angebot hinsichtlich mangelnder Ausruestung aus. Wahrscheinlich war es das unangenehme Gefuehl, etwas verpassen zu koennen, das uns dann doch in eins der unzaehligen Schuhgeschaefte laufen liesz, um hecktisch passende Boecke zu finden. Wir kommen fuer rund 15$ ins Geschaeft, eine Trekking-Hose und gratis Socken gibts oben drauf. Zehn Minuten spaeter sitzen wir sieben, Guillaume (wir nannten ihn dann Willy), Vinny (der Englaender), Lena aus Muenster, wir drei und unsere Guide, dessen Name ich vergessen habe, ich Bus zum Ausgangspunk unserer Tour. Hochmotiviert starten wir in den ersten Teil des Abenteuers. Es geht ueber Blumenwiesen, entlang an kleinen Baechen. Der Blick in den Horizont, an dem sich schrecklich hohe Berge abzeichnen, laesst Zweifel an der Sinnigkeit des Unterfangens aufkeimen. Nicht zuletzt muessen wir auf den hoechsten! Nach kanpp drei Stunden erreichen wir das erste Camp auf 2000 Metern, in dem man uns das Mittagessen serviert. Dort treffen wir auf zwei vollig ausgebrannte Niederlaender, die den Gipfel bereits hintersich haben. Weiter beunruhigen tut mich das nicht, schlieszlich sind sie Hollaender, doch bereiten mir die Erzaehlungen ueber deren schlaflose Nacht in Camp 2 bei Temperaturen knapp ueber dem Gefrierpunkt weit mehr Sorgen.
Wir spazieren weiter und werden nach einigen Kilometern mit einem fantasitschen Ausblick entlohnt. Wir treffen auf die ersten wildlebenden Kuehe, Ziegen und Wasserbueffel und ehe ich mich versehe, finde ich mich auf allen Vieren auf felsigen Anstiegen zwischen meterhohen Bambusbaumen wieder und muss feststellen, dass der erste Teil der Tour unter Warm-Up einzustufen ist. Mein Puls rast doch wir Oesterreich erfuellen alle Vorurteile und siedeln uns im Spietzenfeld an. Voellig ausgelaugt erreichen wir nach knapp vier Stunden ermuedenden Anstiegs unser zweites Camp auf 2800 Metern. Besonders unserem englischen Freund Vinny kommt die Rast entgegen und nach einem raschen Abendessen und Waermen am Lagerfeuer fallen alle erschoepft ins “Bett”.
Schmerzhaftes erwachen nach einer schrecklichen Nacht. Weniger die Kaelte als der unzumutbare Untergrundunseres Zelts, in Form halbiertier Bambusstaebe, hat uns zu schaffen gemacht. Das Fruehstueck in Form einer heiszen Gemuesesuppe wird dankend angenommen. Nach einer Tasse Kaffee machen wir uns an die letzten 400 Hoehenmeter. Leider bleibt es nicht bei denen – es geht rauf und runter durch schwieriges Gelaende und nach einer Stunde versichert uns unser Guide, dass as ab nun nur noch bergauf auf die Spitze geht. Nach einer weiteren halben Stunde passiert dass Unglaubliche: Der dichte Bambus lichtet sich, wir erreichen einige kahle Felsbrocken und der Blick in die, durch den Nebel getruebte, Weite laesst keinen hoheren Punkt erkennen. Wir haben den Gipfel auf 3.143m erreicht!

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Der Abstieg geht zuegig voran, nach knapp sechs Stunden erreicher wir unseren Ausgangspunkt von wo uns der Bus wieder in das 20 Minuten entfernte Sapa bringt. Wir fallen erschoept in die Federn und goennen uns am Abend gemeinsam mit Mark und Laundra, die ueber Sapa weiter nach China touren, ein sehr ausgiebiges Abendessen in einem italienischen Restaurant. Wir haben die Nachtruhe bitter noetig und legen uns nach einem Bier mit den anderen Gipfelstuermern, dass in unseren Haenden immer schwerer wird, schlafen.
Den letzten Tag in Sapa verbrigen wir unserer Muskelkater wegen auf den gepolsteten Sitzten geliehener Motorbikes mit denen wir die umliegenden Landschaften erkunden. Nach rund zwei Stunden Fahrt werden uns die wenigen, auf den Karten verzeichneten, Straszen zu langweilig und wir biegen nach dem dritten Reisfeld links ab. Die Breite der Strasze verringert sich anfaenglich auf akzeptable 90cm, nach weiteren drei Kilometern wird die Steigung beachtlich und der Asphalt spaerlich. Unsere Scooter sind mit dem ungewohnten Untergrund spuerbar unzufrieden doch holen wir alles raus. Der billige Benzin schwinded, wir quaelen die Bikes bis sich die Tanknadel gefaehrlich nah dem Leerstand naehert und drehen um. Am Abend bring uns ein Minibus wieder nach Lào Cai. Wir haben noch rund zwei Stunden, bis unser Nachtzug nach Ha Noi abfaehrt und so nutzen wir die Zeit und werfen einen Blick in das nur 3km entfernte China. Natuerlich ist am Grenzuebergang Schluss. Wir schieszen ein paar Beweisfotos. Das gefaellt den vor Ort positionierten Grenzposten nicht besonders und so begeben wir uns wieder zurueck zum Bahnhof.
Den nun wirklich letzten Tag in Ha Noi verbringen wir mit viel lesen, Kaffetrinken und Nichts tun. Um drei Uhr Nachmittags fahren wir zum Flughafen, heben Richtung Da Nang ab und checken zwei Stunden spaeter in einem Hotel in Hoi An ein.
-uli

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