Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir die Grenze zu Kambodscha. Wir verabschieden uns vom Vietnam, der uns die letzten Wochen ein guter Gastgeber war, fuellen die Visa aus, alles unkompliziert. Kambodschas Landschaft entspringt einem Bilderbuch. Gruene Reisfelder, flach, ab und an ein paar Palmen. In der Hauptstadt Phnom Penh steigen wir um. Ich wuerde hier gern mehr Zeit verbringen doch die selbige wird knapp. Nach gut 14 Stunden im Bus erreichen wir Siem Reab im Norden Kambodschas, eine Stadt deren Existenz wohl auf das nur 15 Minuten entfernte Angkor zurueck zu fuehren ist. Im Bus lernen wir die zwei Deutschen Lilli und Tina kennen, die zuvor very low Budget Laos und den Vietnam bereist haben. Wir gehen gemeinsam Abendessen, engagieren unseren Fahrer Tim Tim und legen uns erschoepft zu Bett. Read more…
eulbot Reise 09 Angkor, Kambodscha, Phnom Penh
Kaum zu glauben, aber die Anzahl der Mopeds pro Quadratmeter kann gemessen an unseren bisherigen Erfahrungen, wie es Saigon beweist, noch gesteigert werden! Die Stadt ist riesig, eine Stunde fahren wir von der Ortstafen bis ins Zentrum. Es ist nach zehn, die Straszen sind voll, fuer Vietnam eine Ausnahme. Unser, im Reisefuehrer ausgewaehltes Hotel hat keine Betten mehr frei, aber, oh Wunder, das Hotel visavis hat noch Zimmer frei, dafuer teuer. Wir sind muede, die Rucksaecke sind durch eure Mitbringsel schwer geworden und so handeln wir auf 21$ die Nacht runter und checken ein. Wir gehen in ein italienisches, von Mafiosis geleitetem, Restaurant essen. Die Pizza ist vorzueglich, Matthias und Kosty bekommen die Kinderportion weil lost in translation. Read more…
eulbot Reise 09 Mekong, Saigon, Vietnam
Nach rund sechs Stunden Fahrt erreichen wir den Fischerort Mui Ne im Sued-Osten Vietnams. Wie bei unseren bisherigen Stationen sind die angenehmen Auswirkungen der Low-Season spuerbar. Jedes Ressort direkt am Strand hat genuegend Zimmer frei, ein eiskalter Evaluierungsprozess beginnt. Wir entscheiden uns fuer ein Dreibett-Bungalow direkt am Strand. Wir essen im Restaurant neben an, Kosty bekommt einen seltsam mutierten Fisch serviert und ist ungluecklich. Fisch bestellen entspricht hier generell einer Ueberraschungsportion. Nix mit Forelle, Zander oder Scholle. Einfach nur Fried Fisch und schauen was kommt. Read more…
eulbot Reise 09
Sind in Hoi An angekommen, einem kleinen Fischerort dessen altes Zentrum berechtigt unter UNESCO Welterbe steht. Wir mieten uns wieder Motorbikes und fahren noch etwas Abendessen. Dort eiskalte Stimmung weil ich den Kosty zuvor in einer Pfuetze vom Scheitel bis zur Zehe nass gespritzt hab. Naechsten Morgen ist wieder alles gut und wir brechen Richtung Wolkenpass auf. Die Straszen sind geleckt sauber, breit und leer. Am Strand vor Da Nang reiht sich eine Baustelle an die naechste. Macht den Eindruck als haetten sie in der Region die Baubewilligung fuer alle auf einmal erteilt und wir fuerchen, dass die momentane Idylle bald ihr Ende finden wird. Nach etlichen Extrakilometern finden wir dann doch die Richtige Abzweitung auf die Passstrasze und quaelen unsere 125ccm-Duesen die Serpentinen hinauf. Wie bisher sind die Straszen leergefegt. Nur ein paar dicke Tanklaster stellen kleinere Behinderungen dar aber auch nicht wirklich weil urlangsam. Der Ausblick ueber die Bucht ist fantastisch, es frischt auf und nach einem kurzen Stopp am Pass gehts auf der anderen Seite wieder nach Lang Co hinunter. Zum Teil gespenstisch, die Straende sind absolut menschenleer. Ich hab keine Badehose mit also nackig rein in Suedchinesische Meer. Nach einem ausgezeichneten Mittagessen in einem Straszenlokal machen wir uns wieder auf den 70km langen Rueckweg und legen noch einen Stopp bei den Marmorbergen nach Da Nang ein. Kosty und Matthias laufen bis an die Spitze, ich hau nach den ersten Buddhas und Pagoden den Hut drauf und spazier wieder hinunter. Read more…
eulbot Reise 09 Hoi An, Mui Ne, Nha Trang, Vietnam
Ankunft in Lào Cai, der Genzstadt im Norden Vietnams, um 5h morgens. Bis zu unserem Ziel Sapa sind es rund 20km. Wir geben dem aufdringlichsten Taxifahrer den Zuschlag und checken so eine knappe Stunde spaeter im Pinocchio Hostel ein. Erster Eindruck von Sa Pa: sehr kuehl (mit heiszen Fruehsommertagen in Wien vergleichbar), sehr gruen und ruhig. Wir lernen den Kanadier Guillaume kennen, der von der Idee, den Fansipan (mit 3.143m der hoechste Berg Vietnams) zu besteigen, besessen ist. Kosty ist begeistert und sagt sofort zu, Matthias und ich schlagen das Angebot hinsichtlich mangelnder Ausruestung aus. Wahrscheinlich war es das unangenehme Gefuehl, etwas verpassen zu koennen, das uns dann doch in eins der unzaehligen Schuhgeschaefte laufen liesz, um hecktisch passende Boecke zu finden. Wir kommen fuer rund 15$ ins Geschaeft, eine Trekking-Hose und gratis Socken gibts oben drauf. Zehn Minuten spaeter sitzen wir sieben, Guillaume (wir nannten ihn dann Willy), Vinny (der Englaender), Lena aus Muenster, wir drei und unsere Guide, dessen Name ich vergessen habe, ich Bus zum Ausgangspunk unserer Tour. Hochmotiviert starten wir in den ersten Teil des Abenteuers. Es geht ueber Blumenwiesen, entlang an kleinen Baechen. Der Blick in den Horizont, an dem sich schrecklich hohe Berge abzeichnen, laesst Zweifel an der Sinnigkeit des Unterfangens aufkeimen. Nicht zuletzt muessen wir auf den hoechsten! Nach kanpp drei Stunden erreichen wir das erste Camp auf 2000 Metern, in dem man uns das Mittagessen serviert. Dort treffen wir auf zwei vollig ausgebrannte Niederlaender, die den Gipfel bereits hintersich haben. Weiter beunruhigen tut mich das nicht, schlieszlich sind sie Hollaender, doch bereiten mir die Erzaehlungen ueber deren schlaflose Nacht in Camp 2 bei Temperaturen knapp ueber dem Gefrierpunkt weit mehr Sorgen. Read more…
eulbot Reise 09 Hoi An, Sa Pa, Vietnam
Bereits zeitig in der Frueh bringt uns ein unbequemer Minibus, in den Zuegeln des duemmsten Fahrers, nach Ha Long City. In einer Gruppe von zwoelf Personen betreten wir unsere geraeumige Tschunke und stechen umgehend in See. Am Horizont zeichnet sich bereits die bizarre Landschaft der Ha Long-Bucht ab. Nach rund zwei Stunden Fahrt werden all unsere Erwartungen uebertroffen. Wohin man sieht recken Felsen von ca. 80 Metern gen Himmel. Oben darauf machen es sich Palmen und Buesche in den Felsspalten so bequem wie moeglich. Wir erreichen die erste Sehenswuerdigkeit: Eine schrecklich kitschig ausgeleuchtete Trofsteinhoehle, die groeszte ihrer Art in der Bucht. Unser Guid Tham interpraetiert in jede Steinformation Affen, Schwerter, Buddhas oder gar einen Penis! Nach einer oeden Kanufahrt (Matthias macht den Steuermann, dh. ich darf paddeln) faengt es langsam zum daemmern an. Wir fahren in eine ruhige Bucht, in der unser Boot vor Anker geht und wir unsere Nacht verbringen werden. Vom Oberdeck vollfuehren wir olympisch-konkurrenzfaehige Koepfler in das “kuehle” Nass – der Golf von Tonkin hat kappe 30°C. Wir freunden uns mit den zwei Schotten, Mark und Laundra, an, die ihr zehntes Monat ihrer Weltreise hintersich gebracht haben. Nach einer Menge 333-Bier (“Ba Ba Ba” gesprochen) fallen wir erschoept in unsere Betten. Read more…
eulbot Reise 09 Ha Long, Hanoi, Sa Pa, Vietnam
Unseren letzen Abend in Bangkok verbringen wir in einem Pub in der, fuer Touristen bekannten, Sunset Street. Nach ca. fuenf Mochitos, doppelt sovielen Bier und netten Unterredungen mit Maedchen aus Moskau bzw. Muenchen machen wir uns auf den Weg in eine Ping Pong Show wo man den besten Nachwuchstalenten bei der Arbeit zusehen kann. Da es dann nicht ganz unseren Erwartungen entspricht, verlassen wie die Spielstaette umgehend und kehren in unsere Unterkunft zurueck.
Unser Flug Richtung Hanoi geht erst am spaeten Nachmittag und so nutzten wir die Zeit um uns unsere super-echten, brandneuen, internationalen Driving-Licenses abzuholen. Neben unseren Fotos und ueber unseren Daten schimmert in Lichtblau das Logo der UNO – wir sind begeistert und stolz zugleich ab nun ein Teil dieser verdienstvollen Organisation zu sein! Um vier bring uns unser Taxi zum Flughafen. Erst waehrend dieser Fahrt wird mir bewusst, wie riesig diese Stadt ist. Das Einchecken am Flughafen geht flott, wir essen eine Kleinigkeit und steigen bald in unsere Boing, die nachdem sie von der Lufthansa, FlyNicky und ThaiAirways ausgemustert wurde, nun im Besitz der AirAsia ist und darauf wartet, uns ueber den Wolken von Kambodscha und Laos nach Hanoi zu bringen. Dort kommen wir entgegen all meiner Erwartungen gut an und werden von einem Mitarbeiter unseres gebuchten Hostels abgeholt und ja, er haelt mir eine Namesschild mit meinem Namen am hoechsten von allen entgegen! Read more…
eulbot Reise 09
Ulrich: Nach gut einem halben Jahr Planung war es dann doch endlich soweit! Abflug Richtung Hanoi via Dubai und Bangkok. Matthias holt mich mit Bine gegen eins aus der Wohnung ab. In Schwechat ein schnelles Bier und sentimementale Abschiedszeremonien – mich auszgenommen – und ab in den Flieger. In diesem koestliche Speisen und schlechte Filme konsumiert, u.a X-Men Origin, dessen Schluss fehlte. Nach fuenf Stunden erreichen wir Dubai. Sekundenbruchteile nach dem Ausstieg sind die knapp 40° fuer das Anlaufen meiner Brille und einem äuszerst eingeschränkten Blick auf den neben und geparkten A380, neben dem unsere 777 laecherlich daherkommt, verantwortlich.
Dank meiner moerder Reiseplanungen haben wir nur 4 Stunden Aufenthalt und verbringen diese bei Burger King, einem Fischrestaurant in dem wir ein nettes, kroatisches Ehepaar kennenlernen und sie um deren Hummerchips erleichtern und einem Irish Pub. Endlich hebt unser Flieger Richtung Bangkok ab.
Schrecktliche Nacht – Matthias schnarcht wie immer ausgiebig und hat waehrend dem Flug nicht besseres zu tun als seinen Bluzer entweder auf meiner Schulter oder der seines linken Sitznachbars abzulegen. Read more…
eulbot Reise 09 2009, Bangkok, Kosty, Matthias, Reise, Thailand, Ulrich